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Autor: Jenny Kremer

Olivenholz – die Geschichte des Olivenbaums

Der Olivenbaum ist ein besonderes Gewächs, das aus dem Mittelmeerraum stammt. Um die Herkunft ranken sich viele Mythen und Geschichten. So wird der Olivenbaum bereits in der Bibel erwähnt werden. In der Genesis VIII, Kapitel 10-11trägt die Taube ein Olivenblatt in ihrem Schnabel. 

Die genaue Herkunft des Olivenbaums ist wissenschaftlich nicht eindeutig gesichert. Es wird angenommen, dass der Olivenbaum bereits in der Kultur der Phönizier bekannt war. Ihr Gebiet erstreckte sich entlang der Mittelmeerküste gegenüber der Insel Zypern. Heute befinden sich dort Syrien, der Libanon und der Irak. Etwa im Jahr 1000 v. Chr. entwickelte sich dort eine Hochkultur, die unter anderem auch Olivenbäume kultivierte. Bis heute wachsen die Bäume, von denen einige Exemplare ein Alter von 2.000 Jahren erreicht haben, im Mittelmeerraum. Sie sind nicht nur für ihr besonderes Holz, sondern auch für ihre ölhaltigen Früchte bekannt. Oliven werden in vielen Spezialitäten der mediterranen Küche verarbeitet.

Die besondere Beschaffenheit von Olivenholz

Olivenholz gilt als besonders hart und widerstandsfähig. Im Gegensatz zu vielen anderen Hölzern, die unbehandelt unter dem Einfluss von Feuchtigkeit aufquellen, ist Olivenholz wasserbeständig. Dies ist unter anderem auf das hohe Alter der Olivenbäume zurückzuführen. Die Bäume werden für die Olivenproduktion in vielen Ländern des Mittelmeerraums angebaut. So gibt es beispielsweise in Tunesien große Plantagen, die sich am fruchtbaren Rand der Sahara entlang ziehen. Über viele Jahre liefert der Olivenbaum reichhaltige Erträge. Solange die Bäume Früchte tragen, werden sie genutzt und nicht abgeholzt. Eine Eigenschaft des Olivenbaums ist, dass er mit zunehmendem Alter immer weniger Früchte trägt. Doch erst, wenn er die Produktion der Früchte eingestellt hat, wird er mitsamt seiner Wurzel entfernt. Das Holz wird für viele verschiedene Gegenstände verwendet. Aufgrund seiner wasserabweisenden Eigenschaften erfreuen sich Produkte aus Olivenholz in der Küche einer sehr großen Beliebtheit. Dazu gehören unter anderem Kochlöffel, Schneidebretter, aber auch dekorative Schälchen.

Veredlung des Olivenbaums bereits im Altertum

Nicht nur die Existenz des Olivenbaums ist bereits im Altertum nachgewiesen. Es gibt in der Archäologie auch Hinweise darauf, dass das Holz des Olivenbaums bereits seit mehreren Tausend Jahren verwendet wird. Die Veredlung mit dem Anbau der Früchte und der Nutzung des Holzes hat sich wahrscheinlich über Palästina und Tunesien im gesamten Mittelmeerraum ausgebreitet. Das Holz muss aufgrund seiner Härte mit speziellen Werkzeugen bearbeitet werden. Es hat keine Poren und kann somit kein Wasser aufnehmen. Bevor es zur Verarbeitung gelangt, wird es über eine lange Zeit getrocknet. Die hochwertige Qualität wird auf diese Weise sichergestellt.

Quellen: WikipediaOlivenholz-Erleben

Quelle Bild: Antoine PERIER via Unsplash

Olivenholz – verschiedene Sorten für hochwertige Küchenartikel

Küchenartikel wie Schneidebretter, Rührlöffel oder Griffe für Besteck werden gern aus hochwertigem Olivenholz hergestellt. Die Hölzer stammen aus verschiedenen Ländern und unterscheiden sich in kleinen Nuancen. Besonders beliebt sind Hölzer aus dem Mittelmeerraum. Sie stammen aus Italien oder Tunesien und bringen beste Eigenschaften für die Verwendung in der Küche mit. 

Olivenholz aus dem Mittelmeerraum

Auf dem europäischen Markt werden gern Hölzer aus dem Mittelmeer für die Verarbeitung zu Accessoires für die Verwendung in der Küche verwendet. Diese kommen vorrangig aus Tunesien und Italien und überzeugen mit einer sehr guten Qualität. Aber auch Länder wie Griechenland Spanien liefern Hölzer des Olivenbaums. Es ist wichtig zu wissen, dass das Holz nur von Bäumen gewonnen wird, die keine Früchte tragen. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass sich der Bestand der tragenden Olivenbäume nicht verringert. 

Produkte von Hand gearbeitet

Alle Produkte, die aus diesem hochwertigen Olivenholz hergestellt werden, sind von Hand gearbeitet. Da die Hölzer sehr individuell wachsen, kann es zu kleine Einrissen oder knotigen Strukturen kommen, die jedoch keinesfalls einen Mangel darstellen. Vielmehr wird so deutlich, dass es sich um ein natürliches Material handelt. Die schöne Struktur ergibt sich gerade aus dieser unebenen Optik. Alle Hölzer, die aus dem Mittelmeerraum stammen, sind frei von chemischen Zusätzen. Sie werden lediglich mit natürlichen Ölen geschützt, die dem Olivenholz seine glänzende Optik geben. Die Produkte aus Olivenholz sind zeitlos und besonders ansprechend gestaltet.

Olivenhölzer aus Asien, Amerika und Südafrika

Ursprünglich stammen Olivenbäume aus dem Mittelmeerraum. Somit hat das Olivenholz, das aus den Mittelmeerländern bezogen wird, einen natürlichen Ursprung. Im Laufe der Jahrhunderte wurden Olivenbäume auch auf anderen Kontinenten angebaut. Sie können Olivenholz aus Südafrika, aus Nord- und Südamerika, aber auch aus einigen asiatischen Ländern beziehen. Mitunter sind die Produkte preiswerter, als wenn Sie sich für die ursprünglichen Produkte aus Italien, Tunesien oder aus den anderen Mittelmeerländern entscheiden.

Ideale Bedingungen am Mittelmeer

Die Bedingungen, unter denen die Olivenbäume wachsen, sind rund um das Mittelmeer ideal. Dies bedeutet, dass Sie mit der Wahl von Hölzern aus anderen Ländern immer eine Art Kompromiss eingehen. Oftmals sind die Bäume jünger und haben nicht eine so knochige Struktur. Dies spiegelt sich auch in dem Design der Hölzer wider, die aus den anderen Ländern stammen. In Bezug auf die Qualität der verarbeiteten Produkte sieht nur der wirkliche Kenner Unterschiede. Möchten Sie Produkte aus natürlichem Olivenholz in Ihrer Küche verwenden, entscheiden Sie sich für Hölzer, die aus dem Mittelmeerraum stammen. Sie profitieren nicht nur von einer außerordentlichen Qualität, sondern auch von einer ansprechenden Optik und vielfältigen Einsatzmöglichkeiten.

Bild: Stavrialena Gontzou via Unsplash

Antibakterielle Eigenschaften von Olivenholz

Bei der Wahl von Küchen-Accessoires setzen einige (Hobby-)Köche weiterhin auf Materialien aus Plastik oder Metall. Besonders bei Schneidebrettern und Besteck hält sich die Auffassung, dass diese Materialien Bakterien besonders effektiv abweisen. Allerdings bieten Artikel aus Holz, besonders auch Olivenholz, auf natürliche Weise antibakterielle Inhaltsstoffe. Sie sind somit die perfekte Wahl für eine Zubereitung ohne Risiko von Keimen.

Oleuropein – natürlicher Wirkstoff gegen Bakterien

Schneidebretter aus Holz verfügen über natürliche antibakterielle Eigenschaften und sind besonders pflegeleicht. In Kiefern- und Fichtenholz etwa sind vor allem Terpene der Grund für eine antibakterielle Wirkung. In Olivenholz findet sich die antibakterielle Substanz Oleuropein, die auf natürliche Weise für eine hygienische Oberfläche sorgt. Übrigens enthält auch Olivenöl, neben anderen der Gesundheit förderlichen Stoffen, Oleuropein und hat somit positive antibakterielle Eigenschaften.

Produkte aus Olivenholz sind nicht nur besonders langlebig und schön anzusehen, sondern auch umweltfreundlicher, als Plastik- und Metallartikel. Vor allem in Zeiten von low waste und Vermeidung unnötiger Belastung für die Umwelt, entscheiden sich viele lieber für nachhaltige Artikel aus Olivenholz.

Richtige Pflege zum Schutz gegen Keime

Bei der richtigen Pflege haben Sie lange etwas von Ihren Olivenholz-Artikeln. Achten Sie besonders darauf, das Holz nach der Reinigung mit einem Tuch abzutrocknen, anstatt das Wasser abtropfen zu lassen. So kann das Olivenholz gut trocknen und Bakterien aus der Nahrung die Keimgrundlage entziehen. Für mehr Tipps lesen Sie auch unseren Artikel zum Thema Olivenholz pflegen – so geht`s richtig.

Quellen:

Ökotest.de

Experiment-Selbstversorgung.net

Olivenholz pflegen – so geht`s richtig

Einzigartige und naturbelassene Artikel aus Olivenholz sollten gut gepflegt werden, damit sie keinen Schaden nehmen. Wir erklären in unserem Blog, wie Sie Ihr Olivenholz-Produkt am besten reinigen, trocknen und ölen.

Olivenholz wächst besonders lange, bevor es verarbeitet wird. Dadurch ist es besonders hart und dicht, was es perfekt für den Einsatz in der Küche macht: sehr langlebig, robust und geruchsresistent, schnittfest und resistent gegen Säuren, Fette und Bakterien – sofern man es richtig pflegt.  Damit Sie lange Freude an Ihren Artikeln haben, sind einige Tipps und Tricks zu beachten.

So pflegen Sie Ihr Olivenholz am besten:

  1. Stellen Sie Olivenholz auf keinen Fall in die Spülmaschine
  2. Reinigen Sie das Holz immer von Hand mit einem Tuch oder weichen Schwamm und etwas Spülmittel
  3. Verwenden Sie lauwarmes Wasser (heißes Wasser kann das Olivenholz zerreißen)
  4. Lassen Sie das Olivenholz nicht abtropfen, sondern trocknen Sie es sofort mit einem Küchentuch ab
  5. Bewahren Sie Schneidebretter aus Olivenholz stehend auf (nicht liegend)
  6. Reiben Sie das gereinigte Olivenholz mit etwas Olivenöl auf einem weichen Tuch ein – so erhält es seinen Glanz

Bei selten verwendeten Gegenständen aus Olivenholz sollte die Pflege mindestens einmal im Monat durchgeführt werden. Dies schützt vor dem Austrocknen, denn die trockene Raumluft könnte zum Reißen und Platzen der Produkte führen. Auch behält das Holz hierdurch seine bernsteinfarbene und intensive Maserung. 

Viel Freude mit unseren langlebigen Produkten aus Olivenholz!